Ihr Monitor ist zu hell eingestellt!

„Dark Themes“ sind gerade unheimlich in Mode. Viele Menschen mögen das moderne Aussehen. Doch immer wieder lese ich als Argument für dunkle Themes auch, daß Menschen sich von hellen Themes geblendet fühlen, wenn es Abend wird und das Licht schummrig wird.

Ich bin kein Freund dunkler Themes. Aus rein ästhetischen Gründen. Aber ich verstehe, wenn dunkle Themes anderen Menschen gefallen.

Was ich nicht so recht verstehe, ist das Argument mit dem Blenden. „Augenschonend“ seien dunkle Themes. Und das ist Quatsch. Ergonomischer Unsinn.

Denn wenn Sie ein heller Bildschirmhintergrund blendet, dann ist Ihr Monitor zu hell eingestellt.

Auch spät abends sollte der Bildschirm nicht ermüden oder gar blenden. Blaufilter wie der Nachtmodus in Windows, Mac OS X oder den Handy-Betriebssystemen helfen dabei. Doch vor allem ist die Helligkeitseinstellung (auch: Brightness) wichtig.

Es gibt eine ganz einfache Faustformel: Lassen Sie den Bildschirm weiß leuchten. Öffnen Sie unter Windows beispielsweise Notepad und maximieren Sie das Fenster. Nun halten Sie ein Stück weißes Papier direkt neben den Bildschirm.

Ist der Bildschirm deutlich heller als das Blatt Papier? Dann ist Ihr Bildschirm zu hell eingestellt!

Drehen Sie den Helligkeitsregler herunter, bis der weiße Notepad-Hintergrund nicht wesentlich heller leuchtet als das Blatt Papier.

Das ist weit unten, nicht wahr? Als Anhaltspunkt: Mein Monitor zuhause steht auf einer Brightness von 16 (von 100). Beide Monitore bei der Arbeit stehen auf 0. Ja, null!

Das sieht die erste halbe Stunde schummrig und seltsam aus. Aber das Gehirn gewöhnt sich sehr schnell daran, und dann sieht es völlig normal aus. Weil es auch normal ist!

Nur Kollegen, die vorbeikommen, werden Sie ab und an verwundert darauf ansprechen.

Netter Nebeneffekt: In der Regel verbessert sich auch die Farbwiedergabe des Bildschirms ein wenig, weil er nun nicht mehr Photonen rauspumpt, koste es was es wolle, sondern er innerhalb vernünftiger Parameter arbeiten kann.